Unternehmensblog ja oder nein? Eine Entscheidungshilfe

© ashumskiy Fotolia.com
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Gastartikel von Katharina Lewald

Haben Sie einen dieser Sätze schon einmal so oder so ähnlich gesagt?

„Mir wurde gesagt, ich soll bloggen, aber ich habe dazu keine Zeit.“

„Ich möchte einen Blog einrichten, weil … mir dazu geraten hat.“

„Blogs sind zur  Zeit total angesagt, deshalb will ich auch einen machen.“

Dann sind Sie offenbar unsicher, ob ein Blog für Ihr Unternehmen das Richtige ist. In diesem Artikel gebe ich Ihnen einige Fragen an die Hand, deren Beantwortung Sie bei der Entscheidungsfindung unterstützen wird.

 

Frage 1: Haben Sie wirklich Lust auf einen eigenen Blog?

 

Hand auf’s Herz: Haben Sie wirklich Lust einen Blog für Ihr Unternehmen zu starten? Denn wenn Sie einen oder mehrere der Sätze oben selbst bereits gesagt haben, sind Sie nicht 100% davon überzeugt, dass ein Blog Ihrem Unternehmen bei der Kundenakquise helfen kann. Und wenn Sie nicht davon überzeugt sind, wird man Ihrem Blog das anmerken und er wird erst recht nicht funktionieren. Am Ende werden Sie enttäuscht sein und nach wenigen Wochen aufgeben mit dem Gedanken „Wusste ich doch, dass das Quatsch ist …“

 

Um einen erfolgreichen Unternehmensblog zu starten, ist vor allem Lust und Spaß an der Sache wichtig, ebenso die Neugierde etwas Neues auszuprobieren. Ein Blog ist schnell angelegt, aber bis sich die ersten Leser einfinden, können durchaus einige Wochen, sogar Monate ins Land gehen. Deshalb ist eine echte Grundmotivation oft der entscheidende Erfolgsfaktor.

 

Mein Tipp: Gehen Sie in sich. Überlegen Sie ganz genau ob Sie wirklich Lust haben einen Blog zu starten, oder ob Sie es eigentlich nur tun wollen, weil Sie das Gefühl haben Sie müssten.

 

Sie sind immer noch unsicher? Dann lesen Sie meinen Artikel „10 gute Gründe, warum du als Unternehmer noch heute einen Blog starten solltest“.

 

Wenn Sie überzeugt sind und wirklich bloggen wollen, lesen Sie weiter.

 

Frage 2: Für wen (Zielgruppe) wollen Sie worüber (Inhalte) schreiben?

 

Haben Sie sich schließlich für ein eindeutiges JA zum Bloggen entschieden, habe ich hier einige wichtige Fragen für Sie: Wen möchten Sie mit Ihrem Blog erreichen? Oder auch: Für wen möchten Sie schreiben? Daran schließt sich sogleich die Frage an: Worüber möchten Sie schreiben? Was interessiert die Personen, die Sie ansprechen und zu Kunden machen wollen? Welche Probleme haben ihre zukünftigen Leser und wie können Sie ihnen mit Ihren Blogartikeln helfen? Wer wäre Ihr idealer Leser?

 

Ihre Blogartikel sollten vor allem unterhaltsam oder informativ sein, idealerweise beides. Bitte verwechseln Sie einen Blog nicht mit einer Verkaufsbroschüre. Als Faustregel gilt: 80% hochwertige, nicht werbliche Inhalte, 20% Eigenwerbung.

 

Mein Tipp: Notieren Sie sich die eben genannten Fragen und machen Sie ein Brainstorming. Versuchen Sie alle Fragen möglichst ausführlich zu beantworten und bringen Sie erste Themenideen ein. Ihnen kommen während des Brainstormings weitere Fragen? Notieren Sie sie ebenfalls. Lassen Sie sich für die Beantwortung kniffliger Fragen ruhig etwas Zeit.

 

Frage 3: Haben Sie Budget und Zeit für einen Blog?

 

Klar, die Frage nach der Zeit würden bestimmt 99% aller Unternehmen mit „NEIN!“ beantworten. Machen Sie sich jedoch von Anfang an bewusst, dass ein Blog Zeit kostet. Ohne geht es nicht – auch wenn Sie nur einen Artikel pro Woche veröffentlichen wollen.

 

Blogartikel entstehen nicht von allein: Meist kommen nach der zündenden Idee noch Recherchezeiten, Schreibzeiten und Korrekturzeiten dazu. Und wenn Ihr Blog durch die Decke geht, bald auch Zeiten um Kommentare zu beantworten, sich mit Lesern zu vernetzen und, und, und. Sicherlich nichts, was man mit einem guten Zeitmanagement nicht bewältigen könnte, aber es sollte einem bewusst sein.

 

Dies betrifft auch die Frage nach dem Budget. Das Schreiben von Artikeln an sich ist quasi „kostenlos“, erfordert aber Zeit, die letztlich auch Geld wert ist. Es sei denn, Sie lagern das Schreiben der Blogartikel ganz oder teilweise aus, und dafür benötigen Sie Budget.

 

Auch wenn Sie selbst Ihre Artikel verfassen, werden Sie hier und da Anpassungen benötigen oder mal ein technisches Problem haben, das Sie nicht selbst lösen können. Oder Sie möchten Online-Tools einsetzen, die Ihnen den Blog- und Social Media-Alltag erleichtern: Da die kostenlosen Versionen häufig stark eingeschränkt sind, benötigen Sie vielleicht die ein oder andere Premium-Version. All diese Kosten kann man natürlich nicht bereits am Anfang kalkulieren und sie sind mit Sicherheit überschaubar. Machen Sie sich diesen Aspekt jedoch bewusst, bevor Sie starten.

 

Mein Tipp: Nehmen Sie den Punkt „Kalkulation“ in Ihr Textdokument auf. Kalkulieren Sie, wie viel Zeit Sie pro Woche in einen Blog stecken wollen und können. Überlegen Sie, welche Kosten möglicherweise auf Sie zukommen und recherchieren Sie vorläufige Preise. So ergibt sich am Ende ein Zeit- und Kostenplan, auf dessen Grundlage Sie Ihre Entscheidung für oder gegen einen Blog besser fällen können. Hierbei hilft Ihnen sicher mein Guide zu den Kosten beim Bloggen.

 

Frage 4: Welche Ziele wollen Sie mit Ihrem Blog erreichen und wie möchten Sie sie messen?

 

Überlegen Sie sich bereits vor dem Start, wie Sie den Erfolg Ihres Blogs messen wollen. Die Messwerte, die Sie auswählen, hängen natürlich von Ihren Zielen ab. Ihr Ziel ist Kunden über Ihren Blog zu akquirieren? Dann sollten Sie in der Lage sein zu messen, wie viele Kunden Sie über Ihren Blog gewonnen haben. In der Praxis ist hier beispielsweise eine Abfrage „Woher kennen Sie uns?“ bei einer Bestellung denkbar, wo der Kunde unter anderem die Angabe „Firmenblog“ auswählen kann. Oder Sie sammeln über Ihren Blog Leads, beispielsweise E-Mail-Adressen von Interessenten, die Sie über einen ausgefeilten Verkaufskanal zu Kunden machen.

 

Möchten Sie Ihren Blog vor allem nutzen um Ihr Netzwerk zu erweitern und online sichtbarer zu werden, Markenbekanntheit aufzubauen und Reichweite zu erzielen, ist natürlich die Anzahl der Seitenaufrufe oder der tatsächlichen Leser ein Indikator.

 

Die Autorin

Katharina Lewald ist selbständige Social Media Beraterin und Inhaberin von MEITImedia und Bloggerin bei Bloggen für schlaue Frauen. Sie hilft Selbständigen, sowie kleinen und mittleren Unternehmen online sichtbarer zu werden, die sozialen Medien richtig zu nutzen und dadurch mehr Kunden zu gewinnen.

 

Christina Bodendieck berät und unterstützt Unternehmen und Selbstständige durch Akquise und Marketing – Strategien, Training und Coaching zu allen Akquise und Vertriebsthemen. Sie gibt Workshops, und hält Vorträge.  Sie wollen mehr erfahren?

 

Hier geht es zum Beratungsangebot

3 Gedanken zu „Unternehmensblog ja oder nein? Eine Entscheidungshilfe

  1. Hallo,

    interessante und informative Beiträge hier, super. Habe längere Zeit als stiller Gast nur mitgelesen und mich jetzt mal angemeldet.
    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit auch einmal auf meinem Blog zum Thema Textilreinigung vorbeischauen würdet.

    Alles Liebe

    Herbert

  2. Hallo Herbert,
    es freut mich, das du schon eine Zeit stiller Gast bist.
    Wenn du mehr Tipps möchtest schau dir gern die neuen Videos an.
    Herzliche Grüße
    Christina

  3. Hallo,

    interessante und informative Beiträge hier, super. Habe längere Zeit als stiller Gast nur mitgelesen und mich jetzt mal angemeldet.
    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit auch einmal auf meinem Blog zum Thema Textilreinigung vorbeischauen würdet.

    Alles Liebe

    Herbert

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